Der Start für den German Bowl XXXIII, der am 08. Oktober 2011 in der MDCC-Arena in Magdeburg ausgetragen wird, war vielversprechend und lässt schon jetzt auf eine gelungene Veranstaltung hoffen. Schon die Idee, das neue Logo für das Endspiel sowie das Konzept nicht bieder und brav in einem Konferenzraum zu präsentieren, sondern die Veranstaltung auf dem MS Stadt Magdeburg abzuhalten, zeigt, dass die Macher des Finals sehr kreativ an die Gestaltung des Endspiels in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts gehen wollen. Auch die Stadt selbst, die währen der Präsentation von Oberbürgermeister Lutz Trümper persönlich vertreten wurde, will sich aktiv mit in die Gestaltung des German Bowls XXXIII einbringen. „Wir freuen uns auf diese Großveranstaltung. Wir sind gerade dabei mit unserer Partnerstadt Nashville mal zu reden, ob da ein paar Gäste rüberkommen wollen.“
Mit dem Entwurf des Logos wurde die Magdeburger Agentur LIQE beauftragt, bei der mit Martin Dahms ein ehemaliger Footballer der kreative Kopf ist und so auch zum Vater des Logos wurde. Bei der Gestaltung des Logos wollte Dahms bewusst alte Zöpfe abschneiden und einen neuen Weg gehen. „Wir müssen aus Fakten Emotionen schaffe. Wie ist der German Bowl? Wie ist Magdeburg? Football ist Leidenschaft, für viele auch ein kleines Mysterium“, erklärte Dahms die Hauptgedanken, die ihn und sein Team beim Entwurf beschäftigten und die es dann umzusetzen galt.
Das Logo vereint Hauptelemente des kraftvollen American Football und der kulturhistorischen, zentral gelegenen Sport-Hauptstadt. Ein halboffener, dem Betrachter entgegen gerichteter Spielball gewährt den Blick auf das leuchtend elbumflossene Stadionspielfeld. Die vier Stromelbbrücken, repräsentiert durch vier der insgesamt acht Nähte, verbinden die symbolischen Halbkugeln und halten die innere, glühende Spannung des Events im Zaum. Domspitzen und Jahrtausendturm krönen als „goldene Dächer“ zugleich Stadt und Sieger. Im Ganzen bilden alle Elemente eine starke, kämpferische und geheimnisvolle Masken- und Wappenform.
Viel frischer Wind soll am 08. Oktober durch die MDCC-Arena wehen, wenn die beiden besten deutschen Footballteams zum 33. Mal den deutschen Meister ermitteln wollen. Nach drei Jahren in Frankfurt am Main wanderte der German Bowl nun nach Magdeburg. Dort will man nun dafür sorgen, dass die Football-Fans nicht nur ein würdiges Endspiel sehen werden, sondern auch dafür, dass die Stadt Magdeburg als Austragungsort nachhaltig in Erinnerung bleiben soll. So wurden die Preise der Tickets, die ab sofort schon erhältlich sind, moderat gestaltet. Der Verkaufspreis liegt zwischen fünf Euro und 30 Euro und können ab sofort über die Internetseite www.xxxiii.de bezogen werden. Svenja Bergroth, Geschäftsführerin der 1. FC Magdeburg Stadion- und Sportmarketing GmbH, will aus dem German Bowl wieder eine Familienveranstaltung machen.
Denn so vielfaltig wie die Sportlandschaft in Magdeburg auch ist, es fehlt in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt ein bundesweites Aushängeschild. Die Fußballer des 1. FC Magdeburg spielen derzeit in der Regionalliga, die Handballer haben auch nicht mehr den Ruf eines Topteams und auch in anderen Sportarten ist man von der nationalen Spitze entfernt. Verständlich, dass man sich dann bei den Stadtvätern über ein bundesweites Aushängeschild freut. „Wir haben nicht jeden Tag die erste Bundesliga in der Stadt. Das ist eine Veranstaltung, auf die die Leute schon jetzt heiß sind. Es ist was Neues und da sind die Leute gerne bereit mitzumischen“, freut sich Trümper auf das Endspiel und sieht im Finale auch eine Chance, das Image der Stadt weiter zu verbessern. „Wir haben darüber abgestimmt, dass man das Risiko eingehen kann, denn zu einem Risiko gehört auch immer eine Chance. Die Chance ist eben, dass wir drei große Events zu haben um etwas anderes zu zeigen.“
Auch beim AFVD ist man über das Engagement in Magdeburg froh und freut sich schon jetzt auf das Endspiel. „Wir werden gemeinsam am 08. Oktober ein wahres Football-Fest feiern“, sagte AFVD-Pressesprecher Christian Piwarz bei der Präsentation. Auf Seiten des Verbandes ist man sich sicher, dass Magdeburg der richtige Austragungsort für die kommenden drei Finals sein wird. „Die MDCC-Arena hat im Prinzip die richtige Größe für unseren German Bowl. Ich bin jetzt schon dankbar für die vielen Vorbereitungsarbeiten, die jetzt schon stattgefunden haben.“